Rotling

DER Wein für jeden Anlass. Ob als Menubegleiter zu leichten Zwischengängen oder als „Zechwein“, unser Rotling macht alles mit. Von diesem fruchtigen und spritzigen Wein aus Silvaner-, Spätburgunder-, Riesling- und Dunkelfeldertrauben macht man gerne auch mal eine zweite Flasche auf. Aufgrund geringer Erträge und günstigen Konditionen ist unser Rotling immer schnell ausgetrunken. Also, früh bestellen, sonst ist er all.

2012er Zwingenberger Alte Burg Rotling - QbA - halbtrocken
 - Preis: 5,50 € (0,75l)

Analysedaten
Alkohol: 11,5 %vol.
Restzucker: 14,0 g/l
Säure: 6,2 g/l
Mostgewicht: 90° Oechsle

Rebsortenbeschreibung

Silvaner
Der Silvaner gehört zu den ältesten in Deutschland kultivierten Rebsorten. In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts war der Silvaner die am meisten angebaute Rebsorte Deutschlands. 1659 gelangte die natürliche Kreuzung von Österreichisch Weiß und Traminer urkundlich aus den österreichischen Donaugebieten nach Deutschland. Bereits im 1. Jahrhundert beschrieben die Römer eine Rebsorte mit den gleichen Eigenschaften des Silvaners. Der Silvaner ist eher neutral im Duft und moderat in der Säure und spiegelt deshalb den Boden wieder.

Spätburgunder
Bereits die Römer bauten im Burgund den Spätburgunder, eine direkt von den Wildreben stammende Rebsorte, an. Bereits im 9. Jahrhundert wurde diese Rebsorte in Deutschland angebaut. Über die Jahrhunderte setzte sie ihren Siegeszug fort und gehört heute zu den renommiertesten und edelsten Rebsorten. Die Beliebtheit des Spätburgunders ist ungebrochen und steigt von Jahr zu Jahr. Hohe Ansprüche an Boden, Lage und Winzer machen den Spätburgunder zu einer alljährlichen Herausforderung. Nur sorgfältige Pflege und Anpassung an den Jahrgang führen zu den typischen Aromen von roten Früchten, von Erdbeere über Kirsche und Brombeere bis hin zur schwarzen Johannisbeere. Durch Ertragsregulierung bekommt man diese edlen samtigen, tanninbetonten Weine.

Dunkelfelder
Dunkelfelder ist eine rote Rebsorte. Es handelt sich um eine Kreuzung zwischen Madeleine Angevine und Färbertraube (Teinturier du Cher). Die ursprünglichen Angaben des Züchters, es handele sich um eine Kreuzung von Blauer Portugieser und Färbertraube, konnten in der Zwischenzeit durch DNA-Analyse widerlegt werden. [1] Die Neuzüchtung erfolgte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts durch Gustav Adolf Fröhlich (1847–1912) aus Edenkoben, jedoch fristete die Sorte jahrelang ein Schattendasein in den Zuchtanstalten. Den Namen Dunkelfelder erhielt sie in der Forschungsanstalt Geisenheim in Anspielung auf die dunkle Farbe des Saftes. Die Rebsorte gehört damit zur Familie der Färbertrauben. Seit 1980 besteht für den Dunkelfelder der Sortenschutz. Die Sorte wird häufig zur Farbunterstützung als Deckwein in Cuvées eingesetzt. Kleine Bestände sind auch in der Schweiz sowie im Süden Englands registriert.

Riesling
Der Wuchs, die Größe der Traubenbeeren, die lange Reifezeit und Frostfestigkeit zeigen die Verwandtschaft mit den Wildreben. Bereits die Germanen kultivierten in den Rheingegenden die autochthonen Wildreben. Im Zuge der Romanisierung wurde der Traminer in diesen Gegenden angesiedelt. Die Kreuzung des Traminers und der kultivierten Wildrebe, brachte den "Urriesling" hervor. Eine weitere Einkreuzung des Heunisch führte zu der heute beliebtesten Rebsorte Deutschlands, dem Riesling. Das nördliche Klima Deutschlands, die sonnigen Spätherbsttage und die kalten Herbstnächte sind, neben dem hohen Anspruch an Lage und Winzer, Grundlage für eine optimale Reife. Nur so kann der langsam reifende Riesling seine Aromen wie Apfel, Citrus, Grapefruit und Pfirsich und die für den Riesling so wichtige Säure ausbilden. In steinigen Steillagen fühlt sich der Riesling zu Hause. Das Spektrum des Rieslings ist groß. Vom einfachen Qualitätswein über frische Kabinetts, zu kräftigen Spätlesen bis hin zu Edelsüßen Weinen. All diese Bereiche deckt der Riesling mühelos ab.

Essensempfehlung und Trinktemperatur
Menüvorschlag: Grüner Spargel in Olivenöl gebraten mit grobem Meersalz und Pfeffer gewürzt und mit Rotling abgelöscht.

Die Trinktemperatur ist immer ein sehr subjektives Empfinden. Umgebung, Stimmung und eigene Vorlieben beeinflussen unseren Geschmack. Sicherlich sollte Weißwein gekühlt (4 bis 8°C) verkostet werden. Hier gilt meine Devise: „Lieber etwas zu kalt - warm wird er im Glas von alleine“.